Interview mam Michael Meisheit

Michael Meisheit, 2019

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für diese Fragen nehmen!

Wann haben Sie bemerkt, dass Sie ein Talent zum Schreiben haben?
Geschichten erzählt habe ich schon in meiner Jugend. Mir selbst vor dem Einschlafen oder in Form von Abenteuer-Rollenspielen. Alles andere danach war dann folgerichtig : Filmstudium mit dem Schwerpunkt Drehbuch, Drehbuchautor, Romanautor.

Wie hat sich Ihr Leben nach den ersten Veröffentlichungen verändert?
Wurden Sie vom Erfolg überrascht?
Mein erster Erfolg mit dem Schreiben war der Job als Drehbuchautor bei der « Lindenstraße ». Und ja, das hat mich überrascht und mein Leben ganz schön auf den Kopf gestellt. Vom Studenten zum professionellen Autor mit 24 war ein großer Sprung.

War es schwierig für das erste Buch einen Verlag zu finden?
Ich hatte Glück, weil ich mit dem Manuskript für « Wir sehen dich sterben » eine sehr gute Agentur gefunden habe, die den Thriller dann auch schnell unterbringen konnten.

Was ist für Sie der schwierigere Moment – den ersten Satz zu schreiben oder den letzten?
Weder noch. Das ist beides toll. Schwierig ist es, in der Mitte die Geschichte am Laufen zu halten.

Haben andere Autoren Sie beeinflusst – und wenn ja: Wie?
Nicht bewusst. Ich würde mich freuen, wenn ich mal so schreiben könnte wie John Irving oder John le Carré, aber ich ahme sie nicht nach.

Wie lange dauerte es von der Idee, bis zum fertigen Produkt?
Unterschiedlich lang. Oft ist die Idee viel älter. Bei « Wir sehen dich sterben » war es eine alte Fernsehserienidee. Als ich dann beschlossen habe, einen Roman draus zu machen, hat es für die erste Fassung ca. drei Monate gebraucht. Bis zur Veröffentlichung dann aber noch einmal eineinhalb Jahre.

Schreiben Sie mit der Hand, der Schreibmaschine, dem Computer? Wie darf man sich Ihren Arbeitsplatz vorstellen?
Computer. Ein Schreibtisch im Wohnzimmer mit Blick auf den Berliner Fernsehturm.

EBooks oder Papierdruck?

Ich schreibe beides. Ich lese beides.

Was halten Sie von Eselsohren in Büchern?
Finde ich nicht schön.

Nehmen Sie sich die Kritiken, zu Ihren Büchern zu Herzen?
Ich versuche, etwas daraus zu lernen. Selbst wenn sie unberechtigt ist, hat den Leser / die Leserin etwas irritiert und es lohnt sich darüber nachzudenken, warum.

Was ist das Geräusch/der Geruch Ihrer Kindheit?
Zu viele.

Welchen Kindheitstraum haben Sie sich noch nicht erfüllt?
Die Weltreise. Ich bin viel gereist, aber ich habe immer davon geträumt, einmal ganz herum zu kommen.

Wenn Sie mit einem Fingerschnipsen etwas in Ihrem Leben ändern könnten – was wäre es, und warum?
Dass ich nie wieder Passwörter eingeben muss. Das Wiederherstellen treibt mich regelmäßig in den Wahnsinn.

Welche Figur aus einem Roman oder einem Film würden Sie gerne treffen – und was würden Sie ihm / ihr sagen?
Ich würde gerne Rose aus « Titanic » treffen und sie bitten, ein wenig zur Seite zu rücken auf ihrem Floß – denn da ist auch noch genug Platz für Jack, wie wir alle wissen.

Was bedeutet Familie für Sie?
Das Zentrum meines Lebens.

Haben Sie ein Lieblingsbuch?
In meiner Jugend war es « Herr der Ringe ». Seither sind es zu viele, um sich zu entscheiden.

Lieblingszitat?
Habe ich nicht.

Wie würden Sie sich in drei Wörtern beschreiben?
Vater und Autor

Was ist Ihnen wichtig, am Ende eines oder vielleicht sogar: eines jeden Tages getan zu haben?
Jemanden zum Lachen / Lächeln gebracht zu haben.

Die beste Entscheidung Ihres Lebens war?
Kinder zu bekommen

Wann können Ihre Leser mit dem nächsten Buch rechnen?
An meinem nächsten Thriller für Heyne arbeite ich. Er soll Ende 2020 erscheinen …

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