Winkelmann_Andreas_(C) Rowohlt Verlag Website_DruckFoto: Winkelmann_Andreas_(C) Rowohlt Verlag Website_Druck

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für diese Fragen nehmen!
– Sehr gerne!

Wann haben Sie bemerkt, dass Sie ein Talent zum Schreiben haben?
– Mit 14 habe ich begonnen, erste längere Texte bis hin zum Roman zu schreiben. Ich wusste, das ist es, was ich machen will!

Wie hat sich Ihr Leben nach den ersten Veröffentlichungen verändert? 
Wurden Sie vom Erfolg überrascht?
– Überrascht wurde ich nicht, da sich der Erfolg nach und nach eingestellt hat. Verändert hat sich mein Leben dahingehend, dass ich keinem Broterwerb mehr nachgehen muss und mich vollkommen aufs Schreiben konzentrieren kann. Das weiß ich sehr zu schätzen und bin glücklich darüber.

War es schwierig für das erste Buch einen Verlag zu finden?
– Oh ja, das war es. Allein habe ich es auch nicht geschafft, erst als ich einen Agenten fand, hat es endlich geklappt. Aber dann ging der Verlag nach drei Monaten in die Insolvenz und ich konnte wieder von vorn beginnen. Ja, der Start war holperig und nicht einfach.

Was ist für Sie der schwierigere Moment – den ersten Satz zu schreiben oder den letzten?
– Ganz eindeutig der letzte Satz. Mit dem ersten Satz habe ich nie Probleme, aber die Geschichte am Ende loszulassen, das kann schwierig sein.

Haben andere Autoren Sie beeinflusst – und wenn ja: Wie?
– Eine Vielzahl von Autoren hat mich beeinflusst, denn ich habe immer sehr viel gelesen. Jedes Buch hat Spuren hinterlassen, manche Sätze hallen ewig nach, oft greife ich nach alten Büchern, um die Erinnerung aufzufrischen. Ich kann und will da keinen einzelnen Autoren herausheben, denn sie waren und sind alle wichtig.

Wie lange dauerte es von der Idee, bis zum fertigen Produkt?
– Für die erste Fassung eines Buches brauche ich drei bis vier Monate, dann noch ein bis zwei Monate für die Überarbeitung, dann geht das Manuskript an den Verlag, und bis es als gedrucktes Buch erscheint, vergeht ein gutes Jahr.

Schreiben Sie mit der Hand, der Schreibmaschine, dem Computer? Wie darf man sich Ihren Arbeitsplatz vorstellen?
– Ich schreibe am Laptop. Die allermeiste Zeit in dem umgebauten Dachboden unseres alten Bauernhofes, aber auch im Zug, im Cafe, oder auf Reisen. In meinem Büro bin ich von all meinen Büchern umgeben und habe einen tollen Ausblick in die freie Landschaft.

EBooks oder Papierdruck?
Was halten Sie von Eselsohren in Büchern?
– Sowohl als auch. Und Eselsohren kann ich gar nicht leiden! Die schöne Buchseite wird danach nie wieder, wie sie mal war.

Nehmen Sie sich die Kritiken, zu Ihren Büchern zu Herzen?
– Natürlich. Bei manchen sollte man das auch, bei anderen sollte man es eher nicht, aber es lässt sich nicht vermeiden. Damit muss man lernen umzugehen.

Was ist das Geräusch/der Geruch Ihrer Kindheit?
– Geruch: von der Sonne weich gewordener Asphalt
– Geräusch: Stille! Ich habe schon immer die Stille gesucht und geliebt.

Welchen Kindheitstraum haben Sie sich noch nicht erfüllt?
– Weltmeister im Schwergewichtsboxen zu werden. Und ich fürchte, das wird jetzt auch nichts mehr.

Welche Figur aus einem Roman oder einem Film würden Sie gerne treffen – und was würden Sie ihm / ihr sagen?
– Bill Denbrough aus Stephen Kings „ES“, sowohl als Figur im Buch als auch in dem alten Film mit Richard Thomas. Ich würde mich bei ihm bedanken. Für seinen Mut, seine Inspiration und dafür, dass er mich in meinem Wunsch, Schriftsteller zu werden, bestätigt hat.

Was bedeutet Familie für Sie?
– Glück, Geborgenheit, Sicherheit

Haben Sie ein Lieblingsbuch?
– Sara, von Stephen King

Wie würden Sie sich in drei Wörtern beschreiben?
– Zielstrebig, mutig, dickköpfig

Was ist Ihnen wichtig, am Ende eines oder vielleicht sogar: eines jeden Tages getan zu haben?
– Einen Moment Ruhe und Stille gefunden zu haben, in dem ich ganz bei mir selbst war.

Die beste Entscheidung Ihres Lebens war?
– Schriftsteller zu werden

Wann können Ihre Leser mit dem nächsten Buch rechnen?
– Am 18.06.2019 erscheint im Rowohlt Verlag „Die Lieferung“

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