Pete_Lovelybooks
Foto: Peter Schwindt

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für diese Fragen nehmen!

Wann haben Sie bemerkt, dass Sie ein Talent zum Schreiben haben?
Das war, als ich das erste Mal die ersten Artikel für unsere Schülerzeitung geschrieben habe. Das ist jetzt vierzig Jahre her.

Wie hat sich Ihr Leben nach den ersten Veröffentlichungen verändert?
Wurden Sie vom Erfolg überrascht?
Es hat sich nur in soweit verändert, als dass ich endlich vom Bücherschreiben leben konnte. Alles wurde ein wenig entspannter. Um es mal so auszudrücken.

War es schwierig für das erste Buch einen Verlag zu finden?
Nein, das war es glücklicherweise nicht. Tatsächlich war es schwieriger, eine passende Agentur zu finden, die meine Bücher vertritt. Aber danach war es relativ einfach.

Was ist für Sie der schwierigere Moment – den ersten Satz zu schreiben oder den letzten?
JEDER Satz ist schwierig: Der erste, der letzte – und alle mittendrin.

Haben andere Autoren Sie beeinflusst – und wenn ja: Wie?
Es gab einige Autoren, die habe ich gerne gelesen. ES von King in seiner ungekürzten Fassung ist grandios, die Hyperion-Gesänge von Dan Simmons sind grandios. Dostojewski, Tolstoi, die ganzen alten Russen. Aber ich würde nicht sagen, dass sie mich beeinflusst haben. Oder? Ich weiß es nicht. Wenn, dann war es ein unbewusster Vorgang.

Wie lange dauerte es von der Idee, bis zum fertigen Produkt?
Im Schnitt anderthalb, zwei Jahre. Die Vorlaufzeiten der Verlage sind unglaublich lang.

Schreiben Sie mit der Hand, der Schreibmaschine, dem Computer? Wie darf man sich Ihren Arbeitsplatz vorstellen?
In der Regel schreibe ich mit dem Rechner. Der Verlag würde die Hände über den Kopf zusammenschlagen, wenn ich ein handschriftliches Manuskript abgäbe. Manchmal diktiere ich aber auch mit Dragon, und dann liege ich auf der Couch. Aber das sind zwei vollkommen unterschiedliche Prozesse, deswegen muss man aufpassen, dass man stilistisch schlüssig bleibt.

EBooks oder Papierdruck?
Gerne E-Book für Lesefutter. Ich bin so oft umgezogen und habe so viele Hardcopies! Ich bin um jedes Kilo froh, dass ich nicht schleppen muss.

Was halten Sie von Eselsohren in Büchern?
Nur zu. So lange es nicht meine sind.

Nehmen Sie sich die Kritiken, zu Ihren Büchern zu Herzen?
Nein. Weder die positiven noch die negativen. Ich lese sie nicht und sag auch dem Verlag, er soll mir keine schicken.

Was ist das Geräusch/der Geruch Ihrer Kindheit?
Das Rauschen der entfernten Autobahn, das in der Nacht durch mein offenes Schlafzimmerfenster schwebte.
Der Geruch nach Bohnensuppe, Rouladen und Reibekuchen. Ich bin in einem typisch rheinländischen Haushalt aufgewachsen.

Welchen Kindheitstraum haben Sie sich noch nicht erfüllt?
Ich wollte immer Astronaut werden. Mittlerweile wäre das aber nichts für mich. Im Weltall kann man schlecht ein Fenster zum Lüften öffnen.

Wenn Sie mit einem Fingerschnipsen etwas in Ihrem Leben ändern könnten – was wäre es, und warum?
Da gibt es tatsächlich gar nichts. Ich führe mein Leben so, wie ich es mir wünsche und bin tatsächlich ziemlich zufrieden.

Welche Figur aus einem Roman oder einem Film würden Sie gerne treffen – und was würden Sie ihm / ihr sagen?
Ach, den Figuren würde ich weniger etwas sagen. Aber manchen Autor bzw. manche Autorin würde ich gerne mal auf ein Bier treffen. Ich glaube, dass es im Kollegenkreis einige sehr interessante Gestalten gibt.

Was bedeutet Familie für Sie?
Das ist eine ganz schwierige Frage, da Familie in meinem Leben nicht so stattgefunden hat wie bei den meisten anderen Menschen. Aber ich liebe meine Wahlverwandschaften!

Haben Sie ein Lieblingsbuch?
ES in der ungekürzten Fassung von King. Der Roman ist eine der besten Coming-of-Age-Geschichten, die ich je gelesen habe.

Lieblingszitat?
All work and no play makes Jack a dull boy.

Wie würden Sie sich in drei Wörtern beschreiben?
Loyal, zugewandt, gelassen.

Was ist Ihnen wichtig, am Ende eines oder vielleicht sogar: eines jeden Tages getan zu haben?
Etwas Neues auszuprobieren.

Die beste Entscheidung Ihres Lebens war?
Das ist eine ziemlich persönliche Frage, die ich nur persönlich beantworten kann. Sagen wir mal so: alle Entscheidungen, die mich zu dem Menschen gemacht haben, der ich heute bin, sind gute Entscheidungen.

Wann können Ihre Leser mit dem nächsten Buch rechnen?
Oha! Frühjahr 2020? Denke ich mal. Das ist so die grobe Planung.

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