annaruhe_kleinFoto Copyright: Andrea Katheder

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für diese Fragen nehmen!
Sehr gern, vielen Dank für Ihr Interesse!

Wann haben Sie bemerkt, dass Sie ein Talent zum Schreiben haben?
Erst spät, ich war um die 30 und eigentlich hatte ich nie geplant Autorin zu werden, das Schreiben ist eher ungefragt zu mir gekommen.

Wie hat sich Ihr Leben nach den ersten Veröffentlichungen verändert?
Wurden Sie vom Erfolg überrascht?
Nach meiner ersten Veröffentlichung habe ich erstmal gemerkt, wie viel Geduld das Schreiben und Veröffentlichen braucht. 😉 Und klar, Erfolg überrascht einen wahrscheinlich immer, man kann ihn ja schlecht planen. Trotzdem hat der Erfolg auch seine Zeit gebraucht und kam nicht gerade über Nacht.

War es schwierig für das erste Buch einen Verlag zu finden?
Jaaa. Mein erstes Buch ist ein Roman, der im Meer spielt, dass haben fast alle Verlage erstmal abgelehnt. „Unter Wasser? Das interessiert doch niemanden!“
Nur den Arena Verlag hat es zum Glück dann doch interessiert.

Haben andere Autoren Sie beeinflusst – und wenn ja: Wie?
Beeinflusst sind wir ja immer durch alles mögliche, wenn wir ganz ehrlich sind. Aber ich versuche mich nicht bewußt von einer Autorin oder einem Autor beeinflussen zu lassen, auch wenn es natürlich ganz viele gibt, die ich wahnsinnig toll finde und bewundere. Nur wenn man anfängt, sich an jemandem zu orientieren, schreibt man im schlechtesten Fall keine originellen Bücher mehr. Man kann ja nur man selbst sein, wie es so schön heißt. Alle anderen sind längst vergeben.

Wie lange dauerte es von der Idee, bis zum fertigen Produkt?
Das ist ganz unterschiedlich. Manchmal fließt es nur so aus einem heraus, manchmal braucht es etwas länger. Aber für einen Roman brauche ich schon ein knappes Jahr.

Schreiben Sie mit der Hand, der Schreibmaschine, dem Computer? Wie darf man sich Ihren Arbeitsplatz vorstellen?
Ich schreibe an vielen Orten, am Küchentisch, an meinem Schreibtisch, im Büro meines Mannes, auf dem Sofa, im Zug und fast immer am Laptop, den ich mitschleppen kann. Da ich ja Kinder habe, muss ich schreiben, wenn ich gerade Zeit dafür habe. Das kann auch mal beim Warten vor irgendeinem Sportplatz sein, während die Kids sich austoben. Das ist leider nicht sehr atmosphärisch, befürchte ich. Das Einzige, was ich nicht kann, ist im Café schreiben. Ich bin einfach viel zu schnell ablenkbar.

EBooks oder Papierdruck?
 Was halten Sie von Eselsohren in Büchern?
Am liebsten lese ich in klassischen Büchern, ich mag den Geruch von Papier und Druckerschwärze. Ebooks lese ich auch, aber nicht übermäßig gern. Außerdem sind manche Bücher einfach kleine Kunstwerke, die man gern in der Hand hat.
Ich gestehe, ich mache Eselsohren in meine Bücher – Asche auf mein Haupt. Aber manchmal verliebe ich sich in Sätze so, dass ich sie schnell wiederfinden will.

Nehmen Sie sich die Kritiken, zu Ihren Büchern zu Herzen?
Klar, manchmal schon. Aber ich gebe mir Mühe, es nicht zu tun.

Was ist das Geräusch/der Geruch Ihrer Kindheit?
Ich bin ja ein Großstadtkind und somit sind die Großstadtgeräusche und der Geruch der U-Bahn ganz präsent. Aber natürlich auch der Geruch von frischem Gras, der Krummen Lanke im Sommer (See) und den Kaugummis vom Zeitungskiosk fest in meiner Erinnerung verankert.

Welchen Kindheitstraum haben Sie sich noch nicht erfüllt?
Ans Meer zu ziehen.

Wenn Sie mit einem Fingerschnipsen etwas in Ihrem Leben ändern könnten – was wäre es, und warum?
Den Weltfrieden einführen.

Welche Figur aus einem Roman oder einem Film würden Sie gerne treffen – und was würden Sie ihm / ihr sagen?
Ich würde am liebsten Ronja Räubertochter treffen und ihr sagen, dass Sie mein großes Kindheitsidol war und ihr dafür Danke sagen.

Was bedeutet Familie für Sie?
Zuhause, Liebe und geliebt werden.

Haben Sie ein Lieblingsbuch?
Lieblingszitat?
Zu viele, um sie alle zu nennen. Und wenn ich es versuchen würde, würde ich welche vergessen und mich danach ärgern.

Wie würden Sie sich in drei Wörtern beschreiben?
Ungeduldig, loyal und ein ganz kleines bisschen schusselig.

Was ist Ihnen wichtig, am Ende eines oder vielleicht sogar: eines jeden Tages getan zu haben?
Das versucht zu haben, was ich mir vorgenommen habe, anzupacken.

Die beste Entscheidung Ihres Lebens war?
Kinder zu bekommen.

Wann können Ihre Leser mit dem nächsten Buch rechnen?
Im Herbst 2020, da wird der 3. Band von „Die Duftapotheke“ erscheinen.

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