Interview mam Meredith Winter

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Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für diese Fragen nehmen!
Wann haben Sie bemerkt, dass Sie ein Talent zum Schreiben
haben?
Habe ich das? *lach*
Natürlich freut es mich, wenn Leser mir schreiben, dass sie der
Plot gefesselt hat oder sie meinen Erzählstil mögen, doch ich
denke, dass es nicht „das Talent“ gibt, sondern wie allgemein in
der Kunst, es „Geschmackssache“ ist, ob man ein Werk mag,
oder nicht.
Jedoch spreche ich mir ein gewisses Können von Jonglieren mit
Worten nicht ab 😛

Wie hat sich Ihr Leben nach den ersten Veröffentlichungen
verändert?
Wurden Sie vom Erfolg überrascht?
Abgesehen von großen Bestellerautorinnen wie Karen Rose aus
den USA haben meine Werke, so hoffe ich jedenfalls, dazu
beigetragen, hier in Deutschland das Genre Ladythriller ein
bisschen mehr zu festigen und bekannt zu machen.
Erfolg? Welcher Erfolg? 😛
War es schwierig für das erste Buch einen Verlag zu finden?
Nein, denn ich habe deshalb gleich meinen eigenen Verlag
gegründet.

Was ist für Sie der schwierigere Moment – den ersten Satz zu
schreiben oder den letzten?
Eher das, was dazwischen passiert 😉

Haben andere Autoren Sie beeinflusst – und wenn ja: Wie?
Jane Austen – Zu der damaligen Zeit lag noch so viel Eleganz,
Idealismus und Ernsthaftigkeit im Handwerk Schreiben.
Außerdem liebe Jane Austens Hang zur Sorgfältigkeit und ihrem
Detailreichtum.
Doch ich würde sagen, dass mich unbewusst JEDES Buch was
ich je in meinem Leben gelesen habe, beeinflusst hat. So wie uns
Menschen innerlich berühren und in unserer Seele ihre Spuren
hinterlassen, ob nun positiv oder negativ.

Wie lange dauerte es von der Idee, bis zum fertigen Produkt?
Ach, wenn es danach geht, dann habe ich Ideen bis zum Jahr
2030 – doch ich brauche meist 3 Monate zur Recherche und 3
Monate zum Schreiben.

Schreiben Sie mit der Hand, der Schreibmaschine, dem
Computer? Wie darf man sich Ihren Arbeitsplatz vorstellen?
Also mein Arbeitsplatz ist eigentlich mein Laptop und solange
ich den habe, kann ich eigentlich überall schreiben. Egal ob am
Küchentisch, im Bett, auf dem Sofa, im Café oder auf einer
Wiese…
Was ich unbedingt immer brauche ist Ruhe. Und da ich ja drei
Kinder habe, hab ich die meistens natürlich nur dann, wenn sie
in der Schule oder im Kindergarten sind.

EBooks oder Papierdruck?
Papierdruck natürlich. Es geht doch nichts über den Geruch von
Büchern und das Gefühl beim Umblättern zwischen Deinen
Fingerspitzen.

Was halten Sie von Eselsohren in Büchern?
Das Problem sind eher Krümmel in meinen Büchern, weil es
nichts Schöneres gibt, als bei einem besonders spannenden
Buch, nebenbei was zu Knabbern.

Nehmen Sie sich die Kritiken, zu Ihren Büchern zu Herzen?
Ich heule natürlich erstmal in mein Kissen, nachdem ich eine
Ladung Ben & Jerrys Eis verdrückt habe. Spaß beiseite 😉
Natürlich ist mein Ego im ersten Moment erst mal gekränkt …
aber da ich ein Mensch bin, der eh viel und auch gerne
reflektiert, sowie an Weiterentwicklung interessiert ist, gehe ich
natürlich erstmal in mich hinein und überlege, was an der Kritik
dran sein könnte.
Vor allem wie begründet war sie?
Menschen spiegeln ihre Unsicherheiten und Ängste gerne in
andere, was bedeutet, dass sie diese oft in Neid und Missgunst
ausdrücken.
Das darf man dann natürlich nicht persönlich nehmen.
Jedoch „in Liebe“ oder „aus Sorge“ getane Kritik, sowie
wirklich konstruktive nehme ich gerne mit offenen Armen
entgegen!

Was ist das Geräusch/der Geruch Ihrer Kindheit?
Das Rauschen der Tannen in unserem Garten und der
beruhigende Duft von Wick Vaporub, wenn ich krank war.

Welchen Kindheitstraum haben Sie sich noch nicht erfüllt?
Die Sesamstrassenfiguren Samson, Ernie & Bert und das
Krümelmonster getroffen zu haben 😉

Wenn Sie mit einem Fingerschnipsen etwas in Ihrem Leben
ändern könnten – was wäre es, und warum?
Ein Haus mit Garten zu haben, denn das würde ich statt
„Mietwohnung in einem Hochhaus“ meinen Kindern gerne
bieten können.

Welche Figur aus einem Roman oder einem Film würden Sie
gerne treffen – und was würden Sie ihm / ihr sagen?
Marianne Dashwood aus Sinn&Sinnlichkeit – „Ich weiß genau,
was Du fühlst!“

Was bedeutet Familie für Sie?
Alles! Ich bin ein absoluter Familienmensch, weil Familie der
Ort ist, wo Du Du selbst sein kannst!

Haben Sie ein Lieblingsbuch?
„Schiwas Perlen“ von Harriet Graham. Das ist eigentlich ein
Kinderbuch, das ich damals mit 9 Jahren bekommen habe, aber
ich lese es auch heute noch gerne, da es für ein Kinderbuch
wahnsinnig spannend ist und ich es eher als Kinderthriller
bezeichnen würde.

Lieblingszitat?
Schön ist eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet. Je
mehr jemand die Welt liebt, desto schöner wird er sie finden. –
Christian Morgenstern
Was bedeutet, dass ich Ich für jede Sonne, die ich morgens
aufgehen sehe … für jeden Stern, den ich nachts betrachten
kann, dankbar bin. Für all das Schöne, das Gute und die Liebe,
in meinem Leben. Diese Einstellung versuche ich jeden Tag
beizubehalten.

Wie würden Sie sich in drei Wörtern beschreiben?
empathisch, ordnungsliebend, verträumt

Was ist Ihnen wichtig, am Ende eines oder vielleicht sogar:
eines jeden Tages getan zu haben?
Meine Kinder in den Arm genommen zu haben.

Die beste Entscheidung Ihres Lebens war?
Meine drei Kinder bekommen zu haben.

Wann können Ihre Leser mit dem nächsten Buch rechnen?
Negerkuss – erscheint am 31.10.18

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